Historische Speisen

Würzwein im Mittelalter auch Hypokras genannt, bezeichnet einen mit verschiedensten Gewürzen und Honig verfeinerten Rotwein. (Gewürzte Weine die mit Weißwein zubereitet wurden nannte man „Claret“). Da Gewürze im Mittelalter sehr teuer waren, kamen meist nur der Adel und der Klerus in den Genuss von Hypokras.

Folgendes Rezept stammt aus einem der ersten deutschsprachigen Kochbücher („bouch von gouter spîse“) aus dem Jahr 1355.

Im Mittelalter war gerade die ärmere Bevölkerung zum Würzen ihrer Speisen auf die Kräuter angewiesen, die in ihren Gärten wuchsen. Um auch im Winter mit den Kräutern die Speisen verfeinern zu können, mussten sie in den Sommermonaten konserviert werden. Dies erreichte man z.B. durch Trocknung, aber auch in Öl eingelegte Kräuter waren beliebt. Deshalb stellen wir Ihnen hier zwei einfache Kräuteröle vor.

Neben Brei war auch Brot ein sehr wichtiges Nahrungsmittel im Mittelalter. Doch nicht jeder Mensch durfte jedes Getreide zu sich nehmen. Weizen und Brote aus Weizen waren dem Adel vorbehalten; der ärmeren Bevölkerung stand z.B. Dinkel zur Verfügung. Unser Dinkelbrotrezept soll Ihnen zeigen, wie schmackhaft Arme-Leute-Essen im Mittelalter sein konnte.