Die nächste Speise stammt aus dem von Caelius Apicius verfassten römi- schen Kochbuch „De re coquinaria“, was übersetzt so viel heißt, wie „über die Kochkunst“. Es zählt zu den ältesten erhaltenen Kochbüchern der römischen Antike.
Diese delikate Köstlichkeit vereint die Frische und Würze von frischen Kräutern mit einer zarten, herzhaften Füllung in einer butterzarten Teigschale.
Liquamen, auch bekannt als Garum, ist eine Würzsoße, die in der römischen Küche als Standardgewürz für salzige und sogar für süße Speisen verwendet wurde. Sie war das, was heute für die asiatische Küche die Sojasoße und im europäischen Raum das Maggi ist.
Folgendes Rezept stammt aus einem der ersten deutschsprachigen Kochbücher („bouch von gouter spîse“) aus dem Jahr 1355.
Im Mittelalter war gerade die ärmere Bevölkerung zum Würzen ihrer Speisen auf die Kräuter angewiesen, die in ihren Gärten wuchsen. Um auch im Winter mit den Kräutern die Speisen verfeinern zu können, mussten sie in den Sommermonaten konserviert werden. Dies erreichte man z.B. durch Trocknung, aber auch in Öl eingelegte Kräuter waren beliebt. Deshalb stellen wir Ihnen hier zwei einfache Kräuteröle vor.
Dieses Gericht wurde oft als Krankenspeise verabreicht. Da Safran und Zimt im Mittelalter sehr teuer waren, dürfte dieses Gericht dem Adel vorbehalten gewesen sein.